Bei der 76. Ausgabe der Berlinale, die vom 12. bis 22. Februar 2026 stattfindet, wird auch dieses Jahr wieder das französischsprachige Belgien vertreten sein, da drei französischsprachige belgische Produktionen in verschiedenen Kategorien zu finden sind.
Forêt Ivre (section Perspectives)
Der Film Forêt Ivre, Manon Coubias erster Spielfilm, der 2026 von The Blue Raincoat Production produziert wurde, wird bei der 76. Ausgabe der Berlinale in Berlin vorgestellt und nimmt am Wettbewerb Perspektives teil. Der Film wird von Kritikern gelobt, darunter Tricia Tuttle, die Direktorin der Berlinale selbst, die den Film als „A beautiful, expressive camera — really delicate and spellbinding” beschreibt. Die Handlung dieses kontemplativen Films spielt in den Nordalpen, wo Anne, Suzanne und Hélène abwechselnd eine Berghütte bewachen. Im Laufe der Geschichte und der wechselnden Jahreszeiten begegnen die drei Frauen Wanderern, Männern und Frauen, die Geschichten erzählen, die sie bald in einen Zustand der Selbstbeobachtung und Kontemplation versetzen, inmitten der Größe der Alpen.
Copyrights Foto (WBImages Website) © Manon Coubia – The Blue Raincoat productions - WBImages
De l’autre côté du soleil (section Panorama Documents)
Nach dem Erfolg seines Kurzfilms L’Apatride im Jahr 2022 feiert Tawfik Sabouni vier Jahre später mit seinem ersten Spielfilm De l’autre côté du soleil seine Weltpremiere auf der Berlinale. Der von Productions Dérives produzierte Spielfilm ist im Panorama-Programm des Festivals zu sehen. Der Titel des Films steht im Kontrast zum ergreifenden Ton der Berichte der Überlebenden des Gefängnisses von Saidnaya, die Tawfik Sabouni nach dem Sturz des Regimes von Baschar al-Assad zusammengebracht hat. Diese Vereinigung von Erinnerungen und Zeugenaussagen ermöglicht es den Überlebenden, ihre zerbrechlichen, lange verschwiegenen, aber wichtigen Aussagen zu machen, auch für diejenigen, die das Schweigen mit sich genommen hat.
Copyrights Quelle : Berlinale.de - Productions Dérives, Tawfik Sabouni
D’Est (section Rétrospectives)
D’est, der Dokumentarfilm von Chantal Akerman, produziert von Lieurac Productions und Paradise Films. Der Dokumentarfilm aus dem Jahr 1993, der in der Sektion Retrospektiven zu sehen ist, hat den Charakter eines historischen Freskos. Er besteht aus einer Abfolge von Standbildern, die Chantal Akerman nach dem Fall der Berliner Mauer aufgenommen hat, und dokumentiert die Route der Menschenmassen, die sich Sommer wie Winter von Ostdeutschland über Polen, Litauen und die Ukraine nach Moskau bewegen. Diese authentische und zugleich kontemplative visuelle Erzählung bietet uns die einzigartige Gelegenheit, den Weg dieser anonymen Menschenmassen zu verfolgen und in den Kontext des Übergangs dieser ehemaligen Sowjetrepubliken einzutauchen.
Copyrights Foto (WBImages Website) : Quelle : Collections CINEMATEK, © Fondation Chantal Akerman
