In memoriam Marie-Henriette Timmermans
Seit der Eröffnung unserer Vertretung im Jahr 1999, damals noch im Internationalen Handelszentrum vor der Einweihung des Botschaftsgebäudes in der Jägerstraße, war Marie-Henriette Timmermans das Gesicht der Wallonie und Brüssels in Deutschland.
Mit ihrem Charme, ihrem Lächeln und vor allen Dingen ihrer Netzwerkarbeit, setzte sie sich für die Sichtbarkeit des französischsprachigen Belgiens ein. Besonders liebte sie den Tanz, den Film und die Bildende Kunst, aber auch in den politischen Aktenstücken der Diplomatie fühlte sie sich zuhause.
Sie schmiedete Allianzen, ging Partnerschaften ein, von denen einige noch heute bestehen. Sie schuf ein stabiles Netzwerk und engagierte sich besonders dafür, die Sichtbarkeit der frankophonen Länder in Berlin zu vergrößern.
Auf ihre Amtszeit geht die Schaffung der Fête de la Francophonie in Berlin zurück.
Wenn Sie selbst sprachliche Schwierigkeiten mit dem Deutschen hatte, so wurde dies charmant weggelächelt.
Auch war sie federführend bei der Gründung der GEK, welches heute als weltweites aktives Netzwerk unter dem Namen EUNIC europäische Kulturinstitute verbindet.
Ebenso entstand das Abkommen mit dem Literarischen Colloquium, das noch heute jedes Jahr Autoren aus der Föderation Wallonie-Brüssel als Stipendiaten empfängt, ganz zu Beginn ihrer Amtszeit.
Sie baute die Vertretung in Berlin langsam auf, erst eine Mitarbeiterin, dann zwei, dann drei. Die Betätigungsfelder wurden zahlreicher, der Impakt größer.
Bis zum Jahr 2004 leitete sie die damalige Délégation Wallonie-Bruxelles.
Das Team der Vertretung in Berlin wird sie für ihr Sein sowie das Vermächtnis für diese Delegation in liebevoller Erinnerung tragen.
Au revoir Madame la Déléguée!